Sakramente

Die Beziehung von Gott und Mensch ist ein Geschehen, das nicht einfach zu beschreiben, zu "sehen" ist. Zeichen, Zeichenhandlungen und Symbole können uns Menschen helfen, das auszudrücken, was Worte schwer beschreiben können. Ein Sakrament ist ein äußeres Zeichen, in dem sich auch die "unsichtbare" Wirklichkeit und Beziehung ausdrücken kann. Taufe, Firmung und Eucharistie sind Sakramente der "Initiation". Das heißt, sie nehmen den Menschen in die Glaubensgemeinschaft auf.

Taufe

Erstkommunion

Firmung

Feier der Versöhnung

Trauung

Krankensalbung

Taufe

Die Christliche Taufe knüpft an die Taufe Johannes des Täufers an. Ziel ist die Buße und die Vergebung der Sünden. (Mk 1,4)

Johannes tauchte die Menschen in fließendes Wasser: Es sollte abwaschen, was den Menschen innerlich verschmutzt und ihn frei machen für ein Leben nach Gottes Willen. Dabei war es der späteren Kirche gewiss wichtig, dass Jesus diese Symbolhandlung für sich selbst annahm. Zweimal findet sich eine Weisung Jesu zu taufen: Mt 28,19 und Mk 16,16.

Die Taufe verbindet mit dem Tode Jesu. Das Untertauchen im Wasser steht symbolisch für das Sterben und Begraben werden mit Ihm. Der Täufling begibt sich in eine Jesu Verbundenheit, die ihn heil macht und die er im Taufakt gläubig anerkennt. Zugleich verbindet ihn die Taufe mit der Auferweckung Jesu: Das Auftauchen aus dem Wasser ist der Beginn des neuen Lebens. Darum heißt die Taufe auch das Bad der Wiedergeburt. (Jh 3,5; Tit 3,5)

Die Taufe  bezeichnet – und bewirkt – die Einbeziehung eines Menschen in den "Leib" Jesu Christi, das heißt in die erneuerte Menschheit der an Jesus Christus Glaubenden. Diese Eingliederung gilt für die Christliche Gemeinschaft der Lebenden, der Toten und der Zukünftigen und zugleich für die örtliche Gemeinde, wo die Taufe geschieht. Die Taufe stellt das ganze Leben dieses Menschen unter die Fürbitte der Kirche. Sie bezeichnet den Wunsch der Kirche und bewirkt, dass der Getaufte aus innerer Freiheit in den Glauben einstimmen kann, den Gottes Geist in der Kirche erweckt hat. Zugleich bittet die Kirche, er möge diesen Glauben in seinem Leben festigen und vertiefen. Die Taufe bezeichnet auch die bleibende Berufung, diesen Glauben durch seine Lebenspraxis deutlich zu machen. Wo diese drei Wirkungen der Taufe gegeben sind, kann sie mit Recht als der Beginn eines neuen Lebens, als "Wiedergeburt" bezeichnet werden.

In unserer Seelsorgeeinheit sind für das Jahr 2012 folgende Taufsonntage vorgesehen:

                                    

 

Monat

St. Bernhard

St. Martin

St. Hedwig

Br. Klaus

Januar

29.01.2012

 

22.01.2012

 

Februar

 

12.02.2012

 

 

März

25.03.2012

 

04.03.2012

 

April

 

07.04.2012 - Osternacht

07.04.2012 – Osternacht

22.04.2012

Mai

 

27.05.2012

20.05.2012

 

Juni

10.06.2012

 

 

17.06.2012

Juli

01.07.2012

15.07.2012

08.07.2012

 

August

 

 

 

 

September

 

 

 

 

Oktober

 

 

 

 

November

 

 

 

 

Dezember

 

 

 

 

Erstkommunion

Zur Anmeldung für die Erstkommunionvorbereitung werden Kinder zum Ende des 2. Schuljahres eingeladen. Die wöchentlichen Gruppenstunden beginnen nach den Sommerferien mit Beginn des 3. Schuljahres. Sie werden von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen in Zusammenarbeit mit dem Pfarrer / Kaplan geleitet. Zur Vorbereitung gehören außerdem der Gottesdienstbesuch und die Teilnahme am wöchentlich Schülergottesdienst.

Die feierliche Erstkommunion findet in der Regel am ersten Wochenende nach Ostern statt, abwechselnd zwischen St. Bernhard und St. Martin je am Samstag oder Sonntag.

Der Vorbereitungsweg

Mit der Vorbereitung auf die Erstkommunion beginnt für die Kinder ein wichtiger Weg: ein Glaubensweg. Dieser Weg ist nicht mit einem Schritt zu gehen, er muss wachsen. Wichtige Stationen sind die wöchentlichen Gruppenstunden. Hier versammeln sich die Kinder in der Gemeinschaft der Gruppe. Jedes Kind bringt dabei seine eigene Fantasie, Kreativität, seine eigene Persönlichkeit ein. Durch die Begegnung kann gegenseitiges Anteilnehmen wachsen.

Auf unserem Vorbereitungsweg werden die Sinne und das Herz angesprochen. So werden durch den Umgang mit natürlichen Dingen unseres Lebens (z.B. Erde, Wasser, Korn, Brot) allmählich religiöse Grunderfahrungen wach. Indem die Kinder sehen, hören, schmecken, tasten oder fühlen werden sie sensibel gegenüber anderen und der Welt. Es wird so ein Raum eröffnet für die Begegnung mit Jesus; er tritt gleichsam in das Leben der Kinder ein. In der Beschäftigung mit biblischen Erzählungen werden die Kinder mit der heilsamen Botschaft Jesu vertraut. So kann, durch Erfahren und Erleben, die Liebe zu Jesus wachsen und damit die Sehnsucht mit ihm Gemeinschaft zu haben im heiligen Brot, in der Kommunion.

Was können die Eltern auf diesem Weg tun?

Die wichtigsten Bezugspersonen der Kinder sind natürlich die Eltern. Sie begleiten die Kinder in ihrem Wachsen und ihrer Entwicklung. Auch auf dem Glaubensweg brauchen Kinder die Unterstützung der Eltern. Sie ermöglichen ihnen das Hineinwachsen in den Glauben und in die Gemeinschaft der Kirche – Kinder sind auf das Vorbild der Eltern angewiesen. Wenn Eltern die Zeit der Hinführung auf die Erstkommunion bewusst und intensiv miterleben, können sie ihren Kindern helfen.

Natürlich werden auch die Eltern in dieser Vorbereitungszeit nicht allein gelassen. Vier Elternabende bieten die Gelegenheit, den ganzheitlichen Weg der Vorbereitung kennen zu lernen und sich mit anderen Eltern über Lebens- und Glaubensthemen auszutauschen. Des weiteren erhalten die Kinder in jeder Gruppenstunde einen Elternbrief, der helfen will, den Vorbereitungsweg in der Familie aktiv mitzugehen. Er gibt Impulse, miteinander zu beten, ins Gespräch zu kommen oder etwas miteinander zu tun.

Feiern auf dem Vorbereitungsweg

Zum ersten Mal versammeln sich Kinder und Eltern gemeinsam im Eröffnungsgottesdienst. Hier lernen die Kinder die Gruppenleiterin und die anderen Kinder der Gruppe kennen. Die Eltern sagen in diesem Gottesdienst ihrem Kind die Unterstützung und Begleitung auf dem Vorbereitungsweg zu. Die gemeinsame Wortgottesfeier und die Adventsgruppenstunde sind weitere Gelegenheiten für Eltern und Kinder miteinander Gottesdienst zu feiern und sich auf dem Glaubensweg stärken zu lassen.

In den Gruppenstunden erfahren die Kinder, wie Jesus unser Leben heil und ganz machen möchte. So ist es ganz selbstverständlich für die Kinder in der Feier der Versöhnung (der Beichte) Gutes und weniger Gelungenes vor Jesus zu bringen, um von ihm Vergebung zu empfangen.

Die feierliche Erstkommunion feiern wir am 1. bzw. 2. Sonntag nach Ostern. Diesen Tag lassen wir mit einer Dankandacht am späten Nachmittag ausklingen.

Firmung

Das Sakrament der Firmung wird in der Regel vor Ort alle zwei Jahre gespendet. In unserer Seelsorgeeinheit St. Bernhard und St. Martin werden Jugendliche jahrgangsweise im Alter zwischen 14-16 Jahren über einen Zeitraum von ca. 5 Monaten auf den Empfang des Firmsakraments vorbereitet. Aber auch ältere Jugendliche und Erwachsene können die Firmung empfangen. Erkundigen Sie sich am besten persönlich im Pfarrbüro!

Was ist Firmung? Was bedeutet Firmung?

Das Sakrament der Firmung bedeutet die volle Aufnahme in die Gemeinschaft der Kirche und die Sendung, als Christ, als Christin in dieser Welt zu leben. Bei der Firmspendung durch den Bischof oder einen seiner Mitarbeiter wird durch Gebet, Salbung, Handauflegung und den Beistand der Paten der Mensch mit Gottes Geist gestärkt und beauftragt, an der Gestaltung dieser Welt als Christ, als Christin mitzuwirken.

Zeichen der Firmung

Wirkung der Firmung

Deutungen der Firmung

Vorbereitung auf die Firmung – wozu?

Während wir bei der Taufe, die bei uns meist als Säuglingstaufe geschieht, selbst nicht bewusst "JA" zu unserem Glauben sagen, können wir uns später bewusst mit unserem Glauben auseinandersetzen. Das heißt, wir können uns auch neu entscheiden, zu diesem Glauben "JA" zu sagen und sehen, wo wir im Leben und Glauben stehen. Wir können unser Leben neu aus unserem Glauben heraus ausrichten. Dazu bietet die Zeit der Vorbereitung auf die Firmung Gelegenheit. Unser Leben und unser Glauben kann neu in den Blick genommen werden. Am Ende der Vorbereitung kann dann ein neues "JA" zu Gott, zu unserem Glauben und unserem Leben als Christ und Christin stehen. Dies wird dann im Sakrament der Firmung gefeiert.

MitarbeiterInnen der Firmvorbereitung:

Die Firmvorbereitungsweg wird von ehrenamtlichen Männern und Frauen der Seelsorgeeinheit mit Verantwortlichen des Seelsorgeteams zusammen begleitet. Die MitarbeiterInnen bringen ihre Interessen und Fähigkeiten ein und wählen so auch, in welchem Bereich der Firmvorbereitung sie mitmachen möchten. Begleitung während der Vorbereitung erfahren die MitarbeiterInnen von den Verantwortlichen des Seelsorgeteams.

Immer wieder melden sich auch Interessierte, die neu in den Gemeinden sind und gerne mitarbeiten möchten. Wir freuen uns über jegliche Form der Mitarbeit und über neu Interessierte.

Feier der Versöhnung

In der Regel können Sie das Sakrament der Versöhnung (auch "Beichte" genannt) an den Samstagen vor der Vorabendmesse empfangen (15.30 Uhr bis 17.00 Uhr). Im "Beichtstuhl" in der Kirche besteht die Möglichkeit, die Beichte auch als Beichtgespräch abzulegen.

Wenn Sie ein seelsorgerliches Gespräch wünschen, wenden Sie sich zur Terminabsprache bitte direkt an die jeweilige Person.

Kirchliche Trauung - den Lebensbund feiern

Heiraten - das bedeutet, dass Mann und Frau für ein Leben lang beieinander bleiben wollen. Sie lieben sich, haben gelernt, sich zu vertrauen und entscheiden sich für ein gemeinsames Leben. Sie sind auf ihrem Weg so weit, dass sie sagen können: "Ja, wir trauen uns .....".

Menschen, die an Gott glauben, wissen um die Chancen und Bereicherungen, die ein Leben im Vertrauen auf Gott schenkt. Sie erfahren ihr Leben als sinnvoll. Sie wissen sich auch dort von Gott angenommen, wenn sie leidvoll an Grenzen stoßen. Wenn ein Paar sich daher öffentlich so in der Kirche zueinander bekennt, dann redet die katholische Kirche von einem heilmachenden Zeichen, von einem Sakrament: dem Sakrament der Ehe.

In diesem Ehesakrament wird für die Kirche sichtbar, wie Gott sich zu uns Menschen verhält. "Ihr beiden braucht euren Eheweg nicht allein gehen. Ich, Gott, bin bei euch und werde immer mit euch gehen. Ich werden mit euch sein, wohin auch immer der Weg euch führen wird." In der kirchlichen Trauung bittet die ganze Festgemeinde mit ihren Liedern und Gebeten Gott darum, das Paar mit seiner Liebe zu segnen und ihm im Alltag beizustehen. Gott macht damit den Bund der Eheleute zu einem Treubund, in dem er selbst gegenwärtig sein will in besonderer und zeichenhafter Weise, um durch das Ehepaar seine Leibe und seinen Schöpfungswillen zu vergegenwärtigen.

Die Entscheidung zu einer kirchlichen Trauung erfordert einen freien und reifen Entschluss. Dieser muss von den Eheleuten selbst getroffen werden. Es ist eine Entscheidung, an der besonders die Kirche in konsequenter Weise festhält.

Ehevorbereitung

Durch die vielen Vorbereitungen, die eine Hochzeitsfest mit sich bringt, bleibt of wenig Zeit für das Gespräch über die Bedeutung der Trauung für die Partnerschaft:

Um diesen Fragen auch im Austausch mit anderen Paaren nachzugehen zu können, bietet Ihnen die Kirche Ehevorbereitungsseminare an. Unser Pfarrbüro informiert Sie über aktuelle Angebote in und um Karlsruhe.


Krankensalbung

Empfang durch einen Priester jederzeit möglich! Telefone werden während des Wochenendes auf Nothandy oder Anrufbeantworter umgeleitet.

Wer alt ist oder krank, braucht eine Stärkung. Die Kirche hat dafür die Krankensalbung. Man kann dieses Sakrament mehrere Male im Leben empfangen, deshalb ist keine Rede mehr davon, dass die Krankensalbung die letzte Ölung kurz vor dem Tod sei. Trotzdem ist es möglich und auch gut, dieses Sakrament auch im Sterbeprozess zu empfangen – ebenfalls zur Stärkung auf dem Weg durch den Tod hindurch.

Zudem wird in Abständen der Empfang des Sakramentes der Krankensalbung in Sonntagsgottesdiensten angeboten.